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Erzählfaden · 1 Ereignis

Erdbeben in Venezuela

Symbolbild

Am 24. Juni 2026 erschütterten zwei schwere Erdbeben mit den Magnituden 7,2 und 7,5 innerhalb von weniger als einer Minute den Norden und die Mitte Venezuelas; die Epizentren lagen in der Gemeinde Veroes im Bundesstaat Yaracuy, und es waren die stärksten Beben seit 1900. Besonders verheerend traf es den Bundesstaat La Guaira, wo rund 80 Prozent der Gebäude einstürzten, sowie Caracas und die Staaten Carabobo, Aragua, Miranda und Falcón. Die Zahl der Toten stieg im Verlauf der folgenden Wochen von zunächst wenigen Hundert auf über 900 Ende Juni und dann weiter auf mehrere Tausend, während Zehntausende als vermisst galten und die Rettungsarbeiten unter erschwerten Bedingungen andauerten. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez erklärte das Katastrophengebiet, rief den Notstand aus und kündigte einen Hilfsfonds an, während Krankenhäuser überlastet waren und Zehntausende obdachlos wurden. Internationale Rettungsteams aus zahlreichen Ländern, darunter aus Lateinamerika und Europa, reisten an, um die überforderten einheimischen Kräfte zu unterstützen.

2026 Venezuela earthquakes (Wikipedia)UN News: Venezuela earthquake death toll passes 1,700Al Jazeera: Venezuela earthquakes kill at least 188 people

Verlauf im Detail

Samstag, 18. Juli 2026Geopolitik

Erdbeben in Venezuela: Zahl der Toten steigt auf über 5.000, IWF gibt 346 Millionen Dollar frei

Drei Wochen nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 5.000 gestiegen, bei über 16.700 Verletzten. Zehntausende Menschen sind in Notlagern untergebracht, in einigen Orten gehen die Vorräte zur Neige. Der IWF stellte 346 Millionen Dollar für den Wiederaufbau bereit.

Die beiden Beben von Ende Juni gehören zu den schwersten in der Geschichte des Landes; die Folgen sind nach Angaben der Behörden verheerend, mit zahllosen zerstörten Gebäuden. Die serbische B92 nennt unter Berufung auf venezolanische Stellen 5.069 Tote und mehr als 20.000 Menschen in provisorischen Lagern, FAZ und Deutschlandfunk bestätigen die Marke von über 5.000 Toten und 16.700 Verletzten. Die AFP schildert aus einem Dorf am Rand der Bebenzone, wie die Vorräte ausgehen. Die Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez erklärte, die IWF-Mittel sollten betroffene Familien bei Wohnraum, Infrastruktur und öffentlichen Diensten unterstützen. Da sich die Berichterstattung stark auf staatliche venezolanische Angaben stützt und unabhängige Überprüfung schwierig ist, sind die genauen Zahlen mit Vorsicht zu behandeln.

Le MondeFAZB92Deutschlandfunk