Europas Aufrüstung: Rohstoff-Abhängigkeit und Streit ums Kampfjet-Erbe
Europa investiert Milliarden in die Verteidigung, doch kritische Rohstoffe kommen weiter überwiegend aus China. Zugleich streiten Deutschland, Frankreich und beteiligte Firmen über das Erbe des gescheiterten gemeinsamen Kampfjets. Die Bundeswehr will ihre Heimatschutzdivision massiv ausbauen.
Europa steckt nach der russischen Bedrohung Milliarden in die Verteidigung, doch die Süddeutsche Zeitung warnt, das Vorhaben könne an fehlenden kritischen Rohstoffen scheitern, die noch immer zum größten Teil aus China stammen; die Industrie stecke in einem ‚Gefangenendilemma‘. Parallel schildert die SZ den Streit um das Erbe des gescheiterten deutsch-französischen Kampfjets: Nachdem beide Länder und beteiligte Firmen 3,2 Milliarden Euro investiert hatten, rangeln die Partner nun um die Verwertung und suchen neue Verbündete. Die liberale Zeit berichtet zudem, die Bundeswehr wolle ihre für den Schutz von Flughäfen und Energieanlagen zuständige Heimatschutzdivision in zehn Jahren verdoppeln. Die Berichte teilen die Diagnose einer sicherheitspolitischen Zeitenwende, betonen aber die Lücke zwischen ambitionierten Zielen und industrieller Realität. Strittig ist, ob Europa seine Abhängigkeiten von China rasch genug verringern kann. Die Quellenlage bündelt hier vor allem deutsche Perspektiven auf ein gemeinsames Strukturproblem.
