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Erzählfaden · 10 Ereignisse · Prognose-Treffer 6/12

Nahost

Symbolbild

In Gaza gilt seit November 2025 ein Waffenstillstand, nachdem der UN-Sicherheitsrat mit Resolution 2803 den von den USA vermittelten „Umfassenden Plan zur Beendigung des Gaza-Konflikts" gebilligt hatte und alle Geiseln freikamen; dennoch kommt es weiterhin zu Gewalt, und die humanitäre Lage bleibt schwierig. Verhandlungen im Juni 2026 in Ägypten über die Entwaffnung der Hamas, den israelischen Truppenabzug und eine Nachkriegsordnung blieben ergebnislos, da beide Seiten an unvereinbaren Positionen festhalten. Parallel dazu unterzeichneten die USA und der Iran am 17. Juni das Islamabad-Memorandum zur Beendigung des seit Ende Februar laufenden Kriegs, das unter anderem eine 60-tägige Verhandlungsfrist zum iranischen Atomprogramm vorsah; erste Gespräche dazu fanden am 21. Juni in der Schweiz statt, wurden aber von neuen wechselseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran überschattet. In Libanon sorgte eine Anfang Juni in Washington ausgehandelte Waffenruhe für einen Rückgang der Gewalt um rund 35 Prozent. Mitte Juli 2026 bleibt die Region trotz mehrerer Abkommen von anhaltender Unsicherheit geprägt, nachdem US-Präsident Trump die Iran-Waffenruhe nach neuen Angriffen für beendet erklärt hatte.

ACLEDSecurity Council ReportJerusalem Post

Verlauf im Detail

Sonntag, 19. Juli 2026Geopolitik

Zivile Opfer bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen wurden nach palästinensischen Angaben mindestens zehn Menschen getötet, darunter drei Kinder und fünf Mitglieder einer Familie. Ein Angriff traf laut Rettungskräften eine Trauerfeier. Israels Armee verweist auf ein Hamas-Ziel.

Die von der Hamas geführte Zivilschutzbehörde meldete, bei israelischen Angriffen seien am Wochenende in Gaza-Stadt und im Zentrum des Gebiets mindestens zehn bis elf Menschen getötet worden, unter ihnen drei Kinder und fünf Angehörige einer Familie. Die konservative FAZ gibt die israelische Darstellung wieder, wonach das Ziel ein Hamas-Terrorist gewesen sei. Le Monde nennt die Opferzahl unter Berufung auf den Zivilschutz und das aufnehmende Krankenhaus und weist darauf hin, dass die Rettungskräfte der Hamas unterstehen. Die türkische Daily Sabah rückt einen tödlichen Angriff auf eine Trauerfeier mit sieben Toten und 22 Verletzten in den Vordergrund. Die Quellenlage bleibt schwierig, da unabhängige Überprüfungen vor Ort kaum möglich sind und die Opferzahlen aus palästinensischen Quellen stammen. Einig sind sich die Berichte, dass erneut Zivilisten unter den Toten sind; strittig bleibt, wer die Verantwortung trägt und ob die Getroffenen Kämpfer waren.

Frankfurter Allgemeine ZeitungLe MondeDaily SabahDeutschlandfunk

Sonntag, 19. Juli 2026GeopolitikAchte Nacht im US-Iran-Krieg: Nach Tod zweier US-Soldaten neue Vergeltungsschläge

Achte Nacht im US-Iran-Krieg: Nach Tod zweier US-Soldaten neue Vergeltungsschläge

Nach dem Tod zweier amerikanischer Soldaten bei einem iranischen Angriff in Jordanien flogen die USA in der achten Nacht in Folge neue Luftangriffe auf den Süden Irans. Teheran beschoss US-nahe Ziele in Kuwait und traf nach FT-Angaben erstmals seit Monaten wieder Saudi-Arabien. Die Zahl der gefallenen US-Soldaten stieg auf 16.

In der Nacht zum Sonntag setzten die US-Streitkräfte ihre Angriffe auf iranische Ziele fort, beschädigten laut Gouverneursangaben einen Tunnel und drei Brücken in der Provinz Hormozgan und trafen im Süden Anlagen der Trinkwasserversorgung. Auslöser der jüngsten Eskalation war der Tod zweier US-Soldaten bei einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff auf Jordanien, ein weiterer Soldat wird vermisst. Präsident Trump kündigte Vergeltung an, das US-Zentralkommando meldete eine abgeschlossene weitere Angriffsrunde. Westliche Medien wie die Süddeutsche Zeitung und die New York Times betonen die wachsende Sorge vor einer Ausweitung des Krieges und Trumps ratlose Suche nach einer Strategie. Iranische und chinesische Staatsmedien heben hervor, dass Teheran gezielt US-Militärbasen in Kuwait treffe und sich an die amerikanische Luftabwehr anpasse, während das serbische Blatt Politika von einem angeblichen Trump-Befehl berichtet, dem CENTCOM die „Tore zur Hölle“ zu öffnen. Die türkische Daily Sabah rückt die zivilen Folgen in den Vordergrund und meldet, durch die US-Schläge seien mindestens 10.000 Menschen im Süden Irans ohne Trinkwasser. Einig sind sich die Lager, dass der im Juni geschlossene Waffenstillstand faktisch begraben ist und bisher keine Seite einlenkt.

Süddeutsche ZeitungNew York TimesFinancial TimesDaily SabahPolitika

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich50%

    Der Schlagabtausch aus nächtlichen US-Angriffen und iranischer Vergeltung setzt sich fort, ohne dass die USA Irans Atomanlagen zerstören oder Teheran die Straße von Hormus vollständig sperrt.

  • Schlimmstenfalls30%

    Der Iran geht in die angekündigte Offensivphase über, sperrt die Meerenge faktisch und trifft weitere Golf-Stützpunkte, und der Krieg weitet sich regional aus.

  • Bestenfalls20%

    Vermittlungsdruck der Golfstaaten und wachsende Kriegsmüdigkeit erzwingen binnen Tagen eine Feuerpause und Gespräche über die Schifffahrt.

Samstag, 18. Juli 2026GeopolitikIsraelischer Angriff auf Trauerfeier in Gaza tötet mindestens sieben, EU erhöht Siedlungsdruck

Israelischer Angriff auf Trauerfeier in Gaza tötet mindestens sieben, EU erhöht Siedlungsdruck

Ein israelischer Luftangriff auf eine Trauerfeier im Gazastreifen tötete nach palästinensischen Angaben mindestens sieben Menschen und verletzte 22. Die israelische Armee erklärte, sie habe eine Zelle des Islamischen Dschihad getroffen, und räumte ein, möglicherweise seien auch Unbeteiligte zu Schaden gekommen. Zugleich wächst in der EU der Druck, Israel wegen der Ausweitung der Siedlungen zu sanktionieren.

Der Angriff traf laut Berichten die Trauerfeier für einen zuvor getöteten Palästinenser. Die Hamas nannte ihn ein „brutales Massaker“ an Trauernden, während die israelische Armee erklärte, sie habe gezielt eine Zelle des Palästinensischen Islamischen Dschihad angegriffen und sei sich der Berichte über unbeteiligte Opfer bewusst. Bereits bei der Zahl der Toten gehen die Angaben auseinander, sieben nach palästinensischen, acht nach anderen Quellen. Parallel verschärft sich der Streit um das Westjordanland: Al Jazeera berichtet von wachsendem EU-Druck für Sanktionen, während Siedler Kinder angriffen, und die israelische Haaretz dokumentiert, wie Siedler unter dem Schutz der Armee palästinensisches Vieh wegtrieben. Irland beschloss nach langem Ringen ein Einfuhrverbot für Waren aus besetzten Gebieten, nahm Dienstleistungen aber aus, was selbst unter Kritikern zu Streit führt. Israelische, palästinensische und europäische Darstellungen des Vorgehens stehen damit unversöhnlich nebeneinander.

New York TimesLe MondeAl Jazeerataz

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Einzelne tödliche Schläge und Siedlungsgewalt setzen sich fort, die EU ringt um Sanktionen ohne geschlossene Linie, ohne grundlegende Wende.

  • Schlimmstenfalls25%

    Eine Eskalation in Gaza und im Westjordanland führt zu einem offenen Bruch zwischen der EU und Israel samt Sanktionen und diplomatischer Krise.

  • Bestenfalls20%

    Internationaler Druck erzwingt einen Siedlungsstopp, eine Untersuchung des Angriffs und eine Deeskalation.

Samstag, 18. Juli 2026GeopolitikSiebte Kriegsnacht: USA greifen Irans Süden an, Teheran droht mit „Offensivphase“

Siebte Kriegsnacht: USA greifen Irans Süden an, Teheran droht mit „Offensivphase“

Zum siebten Mal in Folge hat das US-Militär in der Nacht Ziele im Iran angegriffen, darunter Brücken, Bahnstrecken und unterirdische Waffenlager im Süden des Landes. Teheran flog Vergeltung auf US-nahe Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain, wo Raketen abgefangen wurden, und meldete Explosionen nahe der Straße von Hormus. Ein Berater der iranischen Führung drohte, das Land werde von der Vergeltung in eine Offensivphase übergehen.

Das US-Zentralkommando erklärte, es setze die Angriffe fort, um Irans Streitkräfte zu schwächen; iranische Staatsmedien zeigten Schäden an Brücken, Bahnstrecken und weiterer Infrastruktur. Nahe der Straße von Hormus gerieten zwei Öltanker nach Explosionen in Brand, was die Angst vor einem Energiepreisschock verschärft. Über das Ausmaß gehen die Darstellungen weit auseinander: Le Monde berichtet unter Berufung auf Teheran von drei Toten bei Angriffen im Süden, Jordanien meldete den Abschuss von zehn Raketen, und die serbische Politika schreibt von mehreren verwundeten US-Soldaten sowie einem angeblich über Buschehr abgeschossenen US-Drohne. Al Jazeera und die Golf-Perspektive betonen die iranischen Vergeltungsschläge auf Kuwait und Bahrain, während die New York Times die regionale Ausweitung des Krieges hervorhebt. Aus Israel meldet die Presse, die USA verlegten Tankflugzeuge in die Region. Belastbare Opferzahlen fehlen weiterhin, und beide Seiten stellen den Verlauf jeweils als eigenen Erfolg dar.

Al JazeeraNew York TimesLe MondePolitikaBBC News

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Der Schlagabtausch aus Angriffen und Vergeltung setzt sich über Tage fort, ohne dass die USA die unterirdischen Atomanlagen zerstören oder der Iran die Straße von Hormus vollständig sperrt.

  • Schlimmstenfalls25%

    Der Iran geht in die angekündigte Offensivphase über, sperrt die Meerenge faktisch und trifft weitere Golf-Stützpunkte, und der Krieg weitet sich regional aus.

  • Bestenfalls20%

    Vermittlungsdruck der Golfstaaten erzwingt binnen Tagen eine Feuerpause und Gespräche über die Schifffahrt.

Freitag, 17. Juli 2026GeopolitikSechste Nacht: USA weiten Angriffe auf den Süden Irans aus, Teheran beschießt Golfstaaten

Sechste Nacht: USA weiten Angriffe auf den Süden Irans aus, Teheran beschießt Golfstaaten

In der sechsten Nacht in Folge griff das US-Militär Brücken, einen Flughafen und Infrastruktur im Süden Irans an und enterte im Golf von Oman einen Tanker, um die Hafenblockade durchzusetzen. Der Iran flog Gegenschläge auf US-nahe Ziele in Kuwait, Bahrain und Katar, wo Drohnen und Raketen abgefangen wurden. Über die Zahl der Toten und den zivilen oder militärischen Charakter der Ziele gehen die Angaben weit auseinander.

Das Pentagon erklärte die jüngste Angriffswelle für beendet und bezeichnete die Ziele als rein militärisch, um iranische Nachschubrouten zu unterbrechen, wie auch das Wall Street Journal und die FAZ berichten. Iranische Staatsmedien, Xinhua und Al Jazeera sprechen dagegen von Angriffen auf Zivilinfrastruktur, von getroffenen Brücken, einem Bahnhof und Stromausfällen sowie von mindestens sieben Toten und 16 Verletzten. In der Hafenstadt Bandar Abbas und nahe Buschehr, wo das einzige aktive Atomkraftwerk steht, wurden Explosionen gemeldet. Teheran reagierte mit Angriffen auf die Golfstaaten: Kuwait meldete 32 abgefangene Drohnen, herabfallende Trümmer lösten nach Angaben von Al Jazeera und B92 Brände aus. Russische und serbische Staatsmedien wie TASS und Politika berichten betont über die Zerstörung von Brücken und mögliche US-Pläne für Schläge gegen die unterirdische Atomanlage Pickaxe. Westliche Quellen wie BBC und Le Monde betonen die Ausweitung der Ziele tiefer ins Landesinnere, während das Weiße Haus laut Politico weiter einen Deal für möglich hält. Einig sind sich alle Lager, dass die Straße von Hormus nicht vollständig gesperrt ist, der Iran aber mit einer Blockade auch am Roten Meer droht.

FAZAl JazeeraTASSLe MondeBBC News

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Der Schlagabtausch aus Angriffen und Vergeltung setzt sich über Tage fort, ohne dass die USA die unterirdischen Atomanlagen zerstören oder der Iran die Straße von Hormus vollständig sperrt.

  • Schlimmstenfalls25%

    Die USA bombardieren Irans Strom- und Zivilinfrastruktur breit, der Iran sperrt die Meerenge und trifft weitere Golf-Stützpunkte, und der Krieg weitet sich regional aus.

  • Bestenfalls20%

    Vermittlungsdruck der Golfstaaten erzwingt binnen Tagen eine Feuerpause und Gespräche über die Schifffahrt.

Donnerstag, 16. Juli 2026GeopolitikInmitten der Kämpfe: Iran lässt seit 2024 inhaftierte US-Bürgerin frei

Inmitten der Kämpfe: Iran lässt seit 2024 inhaftierte US-Bürgerin frei

Der Iran hat die iranisch-amerikanische Doppelstaatlerin Dena Karari freigelassen, die seit Dezember 2024 unter Spionagevorwürfen festgehalten wurde. Präsident Trump erklärte, sie sei „sicher außerhalb des Iran und in gutem Zustand“, und dankte Teheran. Die Freilassung fällt mitten in die militärische Eskalation zwischen beiden Staaten.

Dena Karari, eine iranisch-amerikanische Doppelstaatsbürgerin, deren Pass im Dezember 2024 beschlagnahmt worden war und die seither das Land nicht verlassen durfte, ist nach Angaben Washingtons freigelassen worden. Trump verkündete die Nachricht auf Truth Social und sprach von einer zu Unrecht Inhaftierten, die nun in Sicherheit sei; er bedankte sich ausdrücklich beim Iran. Die New York Times und der Guardian ordnen den Schritt als seltenes Signal begrenzter Verständigung ein, während US-Kampfjets weiter iranische Ziele angreifen. Die konservative Welt verbindet die Freilassung mit den zeitgleichen Explosionen nahe Teheran und dem Lahmlegen eines Öltankers und betont den Kontrast zwischen humanitärer Geste und laufendem Krieg. Teheran selbst nannte keine ausführliche Begründung, was Raum für Interpretationen lässt, ob es sich um einen Vertrauensbeweis, ein Verhandlungssignal oder eine humanitäre Einzelentscheidung handelt. Die Quellenlage zu den genauen Umständen der Freilassung ist noch dünn.

New York TimesThe GuardianDie Welt

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Die Freilassung bleibt eine humanitäre Einzelgeste, ohne dass sich daraus Verhandlungen oder eine Deeskalation des Krieges ergeben.

  • Schlimmstenfalls20%

    Die Geste verpufft, während der Iran andere Doppelstaatler oder westliche Bürger als Faustpfand festhält und der Konflikt weiter eskaliert.

  • Bestenfalls25%

    Der Austausch erweist sich als erster Schritt stiller Kontakte, die einen Kanal für eine spätere Feuerpause öffnen.

Donnerstag, 16. Juli 2026GeopolitikUS-Iran-Krieg eskaliert weiter: Zweite Angriffswelle, Seeblockade und Drohung mit „existenziellem Krieg“

US-Iran-Krieg eskaliert weiter: Zweite Angriffswelle, Seeblockade und Drohung mit „existenziellem Krieg“

Das US-Militär flog binnen eines Tages eine zweite Angriffswelle gegen iranische Küstenverteidigung und Raketenstellungen und setzte die Seeblockade der iranischen Häfen wieder in Kraft. Teheran sprach von einem „existenziellen Krieg“ mit Amerika, drohte mit dem Stopp weiterer Energieexporte und meldete Drohnenangriffe auf US-Stützpunkte in Jordanien. Erstmals wurden auch Ziele im Norden Irans getroffen.

Nach Angaben des US-Zentralkommandos startete das US-Militär am Mittwoch eine zweite Angriffswelle am selben Tag und traf iranische Küstenverteidigungsanlagen und Raketenstellungen, nachdem es zuvor die Seeblockade iranischer Häfen erneuert hatte. Iran erklärte, es befinde sich in einem „existenziellen Krieg“ mit den USA, und drohte, weitere regionale Energieexporte zu kappen; die iranische Armee meldete am Donnerstagmorgen Drohnenangriffe auf US-Militäranlagen in Jordanien. Die westlich orientierten Quellen (Daily Maverick, FAZ, Haaretz) betonen die zunehmende US-Feuerkraft, den Druck auf Teheran und die erstmalige Ausweitung der Angriffe auf den Norden des Landes sowie das Lahmlegen eines Öltankers. Al Jazeera hebt dagegen die zivilen Schäden hervor und zitiert einen iranischen Arzt, wonach ein US-Angriff eine Kinderkrebsklinik beschädigt habe; diese Darstellung stammt aus iranischer Quelle und ließ sich unabhängig nicht bestätigen. Die serbische B92 spricht nüchtern von einem „zweiten Schlag“ und referiert die CENTCOM-Meldung. Trump lobte parallel die Freilassung einer US-Bürgerin durch Teheran, was auf schmale Kanäle inmitten der Eskalation hindeutet. Der von Washington vermittelte Waffenstillstand der Vorwoche ist damit endgültig Geschichte.

Daily MaverickLe MondeFAZAl JazeeraB92

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Der Schlagabtausch aus Angriffen und Vergeltung setzt sich über Tage fort, ohne dass die USA die unterirdischen Atomanlagen zerstören oder der Iran die Straße von Hormus vollständig sperrt.

  • Schlimmstenfalls25%

    Trump lässt Irans Strom- und Zivilinfrastruktur bombardieren, der Iran sperrt die Meerenge und beschießt weitere US-Stützpunkte, und der Krieg weitet sich regional aus.

  • Bestenfalls20%

    Vermittlungsdruck der Golfstaaten erzwingt binnen Tagen eine neue Feuerpause und Gespräche über die Schifffahrt.

Mittwoch, 15. Juli 2026GeopolitikUS-Iran-Krieg eskaliert: Neue Angriffswellen, Seeblockade und Drohung gegen Irans Infrastruktur

US-Iran-Krieg eskaliert: Neue Angriffswellen, Seeblockade und Drohung gegen Irans Infrastruktur

Das US-Militär hat erneut Ziele im Iran angegriffen und die Seeblockade iranischer Häfen mit über 20 Kriegsschiffen wieder in Kraft gesetzt; die Revolutionsgarden beschossen US-Stützpunkte in Kuwait, Bahrain und Jordanien. Präsident Trump droht, als Nächstes Kraftwerke und Brücken zu treffen, und erklärt, die Angriffe gingen weiter, „bis ich sage, es reicht“. Der von Washington vermittelte Waffenstillstand ist damit endgültig zusammengebrochen.

In der Nacht flog das US-Zentralkommando nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle gegen Raketen-, Drohnen- und Abwehrstellungen im Iran, während Teheran mit Schlägen auf US-Stützpunkte in Kuwait, Bahrain und Jordanien antwortete; bei einem Treffer auf ein kuwaitisches Marineschiff wurden vier Soldaten verletzt. Über den nackten Ablauf sind sich die Lager einig, westliche wie staatsnahe Medien melden gleichermaßen neue Schläge und Gegenschläge. Bei der Deutung gehen sie auseinander: Die New York Times und die Financial Times beschreiben einen Präsidenten, der einen Gegner gefunden hat, den er nicht zum Einlenken zwingen kann und dem eine Strategie fehlt, während FAZ und Zeit vor allem Trumps Drohung gegen Kraftwerke und Brücken als Angriff auf die Zivilinfrastruktur in den Vordergrund rücken. Das katarische Al Jazeera zitiert Trumps Ansage, die Angriffe gingen weiter, „bis ich sage, es reicht“, und rahmt die Blockade als völkerrechtlich fragwürdigen Druck; die serbische Politika meldet nüchtern die CENTCOM-Bestätigung und den Treffer auf das kuwaitische Schiff. Iran erklärte über Vizeaußenminister Garibabadi das Verständigungsmemorandum mit den USA für nichtig, ein Signal, dass der diplomatische Kanal vorerst tot ist. Die Zeit fragt bereits, ob der Iran zum „Failed State“ werde, was ihn zugleich schwach und gefährlich mache. Einig sind sich Beobachter aller Lager, dass ein Ende nicht in Sicht ist und die eigentliche Machtfrage, die Kontrolle über die Straße von Hormus, ungelöst bleibt.

FAZNew York TimesFinancial TimesAl JazeeraPolitika

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Der Schlagabtausch aus nächtlichen Angriffen und Vergeltung setzt sich fort, ohne dass die USA die unterirdischen Atomanlagen treffen oder der Iran Hormus vollständig sperrt.

  • Schlimmstenfalls20%

    Trump macht seine Drohung wahr und greift Irans Strom- und Zivilinfrastruktur an, der Iran sperrt die Meerenge, und der Krieg weitet sich regional aus.

  • Bestenfalls25%

    Vermittlungsdruck der Golfstaaten erzwingt binnen Tagen eine neue Feuerpause und Gespräche über die Schifffahrt.

Montag, 13. Juli 2026GeopolitikIsraels Parlament erleichtert Ultraorthodoxen die Wehrdienstverweigerung

Israels Parlament erleichtert Ultraorthodoxen die Wehrdienstverweigerung

Die Knesset hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das es ultraorthodoxen Juden erleichtert, den Militärdienst zu verweigern. Kritiker sehen darin einen Affront gegen die kämpfende Truppe. Die Debatte spaltet die israelische Gesellschaft mitten im Krieg.

Der Deutschlandfunk berichtet, das israelische Parlament habe ein Gesetz beschlossen, das Haredim den Wehrdienst erleichtert. Die linksliberale Haaretz kommentiert scharf: Das "Torastudium-Gesetz spuckt den Soldaten ins Gesicht", und wirft den Ultraorthodoxen vor, säkulare Tel Aviver für die Flagge sterben zu lassen, während sie selbst in der Jeschiwa blieben. Die Quellenlage ist hier bewusst israelisch-innenpolitisch und deutlich kritisch gegenüber dem Gesetz; eine ausführliche Verteidigung aus dem religiösen Lager fehlt, sodass das Bild einseitig zulasten der Haredim ausfällt. Der Streit trifft Israel in einer Phase, in der die Wehrpflicht durch den anhaltenden Kriegszustand ohnehin belastet ist.

DeutschlandfunkHaaretz

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Das Gesetz tritt in Kraft und vertieft die gesellschaftliche Spaltung, ohne die Regierungskoalition unmittelbar zu sprengen.

  • Schlimmstenfalls20%

    Der Konflikt eskaliert zu Massenprotesten und einer Regierungskrise mitten im Krieg.

  • Bestenfalls25%

    Gerichte oder politischer Druck erzwingen einen Kompromiss, der die Wehrlast gerechter verteilt.

Montag, 13. Juli 2026GeopolitikUSA fliegen dritte Nacht Angriffe auf Iran, Teheran schlägt zurück

USA fliegen dritte Nacht Angriffe auf Iran, Teheran schlägt zurück

Das US-Militär hat in der Nacht die dritte Angriffswelle in Folge gegen iranische Ziele geflogen, während die Revolutionsgarden mit Raketen auf Stützpunkte in der Region antworteten. Trump drohte offen mit der Zerstörung unterirdischer Atomanlagen. Washington und Teheran sind faktisch in einen offenen Krieg zurückgekehrt.

Nach Angaben des US Central Command begann die Attacke gegen 22:45 mitteleuropäischer Zeit und traf militärische Ziele an mehreren Orten im Iran; über 50.000 US-Soldaten sind in der Region stationiert. Der Iran feuerte Raketen auf eine US-Luftwaffenbasis in Jordanien, dessen Militär vier Geschosse abfing, außerdem meldeten Bahrain und Saudi-Arabiens Abha-Flughafen Angriffe (Houthi-Vergeltung). Die westlichen Leitmedien (NYT, Zeit) schildern eine kontrollierte, aber rasch eskalierende Lage; die serbische Politika (staatsnah) und die katarische Al Jazeera betonen stärker die US-Aggression und Trumps Drohung gegen den Atomberg "Pickaxe Mountain". Die NYT berichtet zudem über eine gescheiterte israelische Operation, den Ex-Präsidenten Ahmadinedschad als Werkzeug eines Regimewechsels aufzubauen. Iranische Stimmen kommen in der Quellenlage kaum direkt zu Wort, das Bild bleibt westlich und golfarabisch dominiert. Unstrittig ist: Die kurze Waffenruhe ist beendet, die Front verläuft nun offen.

New York TimesDie ZeitAl JazeeraReuters

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich60%

    Der Schlagabtausch setzt sich mit weiteren nächtlichen Angriffen und Vergeltung fort, ohne dass eine Seite einen Großangriff auf Atomanlagen oder eine Bodenoffensive wagt.

  • Schlimmstenfalls15%

    Die USA greifen die unterirdischen Atomanlagen an, der Iran schließt die Straße von Hormus vollständig, und der Konflikt weitet sich zum regionalen Krieg mit Golfstaaten und Israel aus.

  • Bestenfalls25%

    Vermittlungsdruck aus London und den Golfstaaten führt binnen Tagen zu einer erneuten Feuerpause und Gesprächen über die Schifffahrt.