Putin empfängt Nordkoreas Außenministerin und dankt für Kriegsunterstützung
Kremlchef Putin hat die nordkoreanische Außenministerin in Moskau empfangen und Pjöngjang ausdrücklich für seine Unterstützung im Ukraine-Krieg gedankt. Das Treffen folgt auf den Besuch eines hochrangigen chinesischen Vertreters in Nordkorea. Beobachter sehen darin ein Zeichen für die enger werdende Achse Moskau-Pjöngjang-Peking.
Bei Gesprächen im Kreml dankte Wladimir Putin Nordkorea für die Hilfe im Krieg gegen die Ukraine, wie die staatliche chinesische Xinhua und die US-Agentur Bloomberg übereinstimmend berichten. Bloomberg ordnet das Treffen als Teil einer sich vertiefenden Zusammenarbeit ein, die kurz zuvor durch den Besuch von Chinas Nummer vier in Pjöngjang flankiert wurde. Pjöngjang hat Russland nach westlichen Angaben Soldaten und Munition geliefert, was den Krieg für Moskau tragbarer macht. Westliche Beobachter werten dies als bedrohliche Blockbildung autoritärer Staaten; die staatsnahe chinesische Darstellung betont dagegen den Charakter normaler diplomatischer Beziehungen. Le Monde verweist im selben Zusammenhang darauf, dass ein türkischer Getreidefrachter im Schwarzen Meer von russischen Raketen getroffen wurde und fünf Menschen starben. Die Quellenlage zu konkreten Vereinbarungen des Treffens ist dünn und stützt sich vor allem auf offizielle Mitteilungen.
