Taiwan meldet mehr chinesische Schiffe, Sorge um pazifische Lieferwege
Taiwan verzeichnet einen sprunghaften Anstieg chinesischer Schiffsaktivität und warnt vor Risiken für pazifische Lieferwege. Zugleich beklagen westliche Berichte eine Kampagne Pekings, Taiwan wirtschaftlich und gesellschaftlich zu ‚ersticken‘. US-Außenminister Rubio bekräftigte dennoch, Xi Jinpings geplanter US-Besuch stehe.
Taiwans Behörden melden laut Reuters einen deutlichen Anstieg chinesischer Schiffsbewegungen nahe der Insel, was Befürchtungen um die Sicherheit pazifischer Versorgungsrouten schürt. Das konservative Wall Street Journal beschreibt eine breit angelegte Kampagne Pekings, Taiwan zu ‚ersticken‘, die bis zu Kinderchören und Cafébetreibern reiche. Beide Darstellungen fügen sich in Taipehs Warnung vor einer eskalierenden ‚Grauzonen‘-Nötigung unterhalb der Kriegsschwelle. Peking betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und wertet solche Fahrten als Routine, während westliche Beobachter darin eine gezielte Zermürbung sehen. Trotz der Spannungen erklärte US-Außenminister Marco Rubio laut Bloomberg, der geplante Besuch von Präsident Xi in den USA bleibe auf Kurs, auch nachdem Washington China Einmischung in die Wahlen vorgeworfen hatte. Die Lage zeigt das Nebeneinander von wirtschaftlicher Annäherung auf höchster Ebene und wachsendem Druck im Alltag.
