Chinas Luxussteuer und Preisdruck setzen deutsche Autobauer zu
Eine vor gut einem Jahr geänderte chinesische Luxussteuer trifft die deutschen Premiumhersteller Mercedes, BMW, Porsche und Audi hart. Ein China-Experte warnt, Peking setze die deutsche Wirtschaft immer stärker unter Druck, und hält vor allem den Kurs von Volkswagen für riskant.
Für die deutschen Premium-Autobauer läuft es in China seit längerem schlecht, und die vor gut einem Jahr geänderte Luxussteuer verschärft die Lage; die FAZ analysiert die Folgen für Mercedes, BMW, Porsche und Audi. Die konservative Welt zitiert den China-Experten Mikko Huotari, wonach Peking die deutsche Wirtschaft zunehmend unter Druck setzt; er skizziert vier Elemente einer Gegenstrategie, mahnt zur Eile und hält den Kurs von Volkswagen für besonders riskant für den Standort Deutschland. Beide Blätter teilen die Diagnose, dass das jahrzehntelange China-Geschäft der deutschen Hersteller unter Druck gerät, gespeist aus Steuerpolitik, heimischer Konkurrenz und geopolitischen Spannungen. Strittig ist die richtige Antwort: mehr Lokalisierung in China oder eine Verringerung der Abhängigkeit. Die Quellenlage stützt sich hier vor allem auf deutsche Wirtschaftsperspektiven. Der Fall steht exemplarisch für die schwierige Neuvermessung der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen.
